Beitrag Februar 2016

WECON SPENDET PREISGELD: 5.000 EURO FÜR SPRACHKURSE

Die Resonanz bei den Helfern und in den Medien fiel überwältigend positiv aus: Die Unternehmensführung der Wecon GmbH erntete für ihre spontane, aber bewusste Spendenaktion von allen Seiten viel Lob, denn als Zukunftsinvestition setzt das international tätige Unternehmen aus Westfalen damit ein Zeichen. Stellvertretend spiegelt den Impuls und die Reaktion der nachfolgende Beitrag aus den „Westfälischen Nachrichten“ wider, der mit freundlicher Genehmigung der Redaktion hier veröffentlicht wird:

Mit Innovationen treibt Wecon die Zukunft voran. 2015 wurde das Vorgehen mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. Das Geld setzt das Unternehmen nun für ein anderes Zukunftsprojekt ein.

„Wir wollen nicht mehr die Bilder von tausenden ertrunkenen Menschen im Mittelmeer sehen.“ Franz-Josef Hemker bezog gestern klar Stellung in der Flüchtlingsfrage. Der Wecon-Geschäftsführer glaubt, dass „neue Grenzen mit Stacheldrähten“ die falsche Antwort seien. Vielmehr müsse alles getan werden, Flüchtlinge zu integrieren. Der Schlüssel dafür sei die Sprache: „Sie ermöglicht größte Chancen beim Zugang zu Bildung, Arbeit und dem allgemeinen Zusammenleben. Eine gemeinsame Sprache fördert den gemeinsamen Austausch und hilft, Vorurteile abzubauen.“ Deswegen spendete das Unternehmen gestern auch das Preisgeld von 5000 Euro, mit dem im vergangenen Jahr der Innovationspreis dotiert war, für Sprachkurse in der Gemeinde. Die Familie Hemker und die Firma Wecon reihen sich ganz bewusst bei den örtlichen Helfern ein. „Ich war in meinem Wohnort Altenberge bei einigen Treffen. Es ist enorm, was geleistet wird“, zieht Hemker den Hut vor den Ehrenamtlichen.

Bürgermeister Dr. Bert Risthaus, Fachbereichsleiter Helmut Sunderhaus, Sozialarbeiter Hannes Jung mit Praktikant Lars Steinbring sowie Maria Schumacher, Elias Safa und Lokman Hussein von der Flüchtlingshilfe St. Lambertus waren über diese Hilfe hocherfreut. „Wir fallen oft durch immer neue Flüchtlinge auf die erste Stufe zurück, ihnen ein Obdach zu geben. Mit dem Geld können wir in Richtung Integration gehen“, freute sich Bürgermeister Dr. Risthaus. Die Spende werde einerseits in Materialien für Sprachkurse fließen, gedacht sei aber auch an ein Fortbilden der 20 Sprachpaten, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind. „Wir klären gerade den Bedarf ab, um die passenden Angebote zu finden“, berichtete Maria Schumacher.

Bei der Firma Wecon war bereits ein Flüchtling als Praktikant aktiv. „Es gibt mehrere Betreibe, die das ermöglicht haben“, ist Sozialarbeiter Hannes Jung froh über solche Angebote. Doch es dürften gerne mehr werden: „Wer darüber nachdenkt, in seinem Betrieb einen Flüchtling zu beschäftigen, darf sich gerne an die Verwaltung wenden“, wirbt er um Nachahmer und sichert Unterstützung beim Überspringen der bürokratischen Hürden zu. Denn auch das ist ein Anliegen von Franz-Josef Hemker: „Es ist unsere Aufgabe, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren. An die Adresse der Hilfesuchenden sagte Hemker: „Hier gelten unsere Regeln, unser Frauenbild und unsere Kultur, unser Grundgesetz. Wir müssen den Flüchtlingen dieses Verständnis, soweit es noch nicht vorhanden ist, eindeutig und klar vermitteln.“

Im Bild: Das Preisgeld des gewonnenen Innovationspreises spendete die Firma Wecon für Sprachkurse (v.l.): Hannes Jung, Elias Safa, Lars Steinbring, Lokman Hussein, Maria Schumacher, Aschebergs Bürgermeister Dr. Bert Risthaus, Wecon-Geschäftsführer Franz-Josef Hemker und Hendrik Hemker als Chef der Produktion und Technik sowie Helmut Sunderhaus. Foto: Theo Heitbaum