20171025

Meisterhafte Innovationen: Imperator erneut gekrönt

„Meister sucht Professor“ – bei diesem bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb findet schon der Slogan exakt ins Ziel: Mit dem Seifriz-Preis für Technologietransfer im Handwerk hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks jetzt die Wecon GmbH in Karlsruhe ausgezeichnet. Für die vorbildliche Zusammenarbeit bei der Entwicklung der meisterhaften Innovation erhielt das für fortschrittliche Transportlösungen bekannte Unternehmen damit die zweite Krönung seines Modells „Imperator“. Der Großraum-Wechselbehälter für den kombinierten Verkehr war zuvor schon mit dem „Innovationspreis“ des Fördervereins Münsterland prämiert worden.

„Wir sind selbstverständlich mächtig stolz, dass unsere Leistung hierfür erneut belohnt und gewürdigt wird. Denn die Ehrung unterstreicht unseren Einfallsreichtum in der Konstruktion“, sagte Daniel Hemker als kaufmännischer Geschäftsführer der Wecon GmbH. Er nahm die Auszeichnung in Karlsruhe entgegen gemeinsam mit dem verantwortlichen Konstrukteur Klaus Holz und Alexia Fenollar, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin vom Kooperationspartner RWTH Aachen. Daniel Hemker unterstreicht zudem den großen Anteil am Gewinn des Handwerkerpreises durch die praktische Umsetzung unter der Führung des Wecon-Betriebsleiters, Karosserie- und Fahrzeugbaumeister Thomas Hesselmann.

„Da steckt mehr drin“, heißt es beim Zentralverband des Deutschen Handwerks zum innovativen Produkt des Preisträgers 2017 aus dem westfälischen Ascheberg. Die ursprünglich als „TelliSys“-Projekt gestartete Entwicklung brachte bei Wecon die clevere Bauvariante der erneut gekrönten Modellreihe „Imperator“ hervor. Für den Mega-Container haben die Erfinder die Bodenhöhe um mehr als ein Drittel reduziert, was das Eigengewicht reduziert und Platz für mehr Ladevolumen schafft. In der Praxis sind damit weniger Fahrten mit geringeren Transportkosten möglich – und bei voller Beladung mit einem um 25 Prozent gesenkten CO2-Ausstoß. Zudem garantiert die ausgeklügelt konzipierte Seitenwand ein schnelles Be- und Entladen, was das integrierte Hubdach durch das Stapeln des Transportguts fördert.

Da die Container im internationalen Güterverkehr zu mehr Effizienz und weniger Kohlendioxid-Ausstoß führen, sorgen sie schon während Fachmessen wie der „transportlogistic“ in München für viel Aufmerksamkeit in der Branche. Die Innovation im Großraum-Wechselbehälter für Straße, Schiene und Wasserweg vermarktet Wecon unter dem Modellbezeichungen „Imperator Tellisys“ und „Imperator Automotive“. In drei Modellsparten hat das Unternehmen insgesamt acht der modernen Großraum-Wechselbehälter mit geringem Gewicht und mehr Ladevolumen hervorgebracht, die Transportunternehmern und Industrie unter anderem bei der Beförderung in der Automobil-, Stahl- und Getränkebranche dienen. Die 45 Fuß lange und stolze (Be-)„Herrscher“ nicht nur der Straße, sondern  verschiedener Verkehrswege, bietet trotz extrem niedriger Bodengruppe eine hohe Stabilität.

Für den angesehenen Seifriz-Preis übernimmt die Organisation der Ausschreibung der Vereine „Technologie-Transfer Handwerk“ (TTH), der mit seiner Geschäftsstelle beim Baden-Württembergischen Handwerkstag angesiedelt ist. Zu den Mitgliedern gehören Kammern und Fachverbände des Handwerks, das Wirtschaftsministeriums des Landes Baden-Württemberg sowie handwerksnahe Unternehmen wie die Adolf Würth GmbH & Co. KG oder die Steinbeis GmbH & Co. KG. Die Ausschreibung für die Auszeichnung stammt vom Zentralverband des Deutschen Handwerks. Gesponsert wird die Trophäe unter anderem von den Signal Iduna Versicherungen und Finanzen, als Medienpartner unterstützt das „handwerk magazin“ die Aktion.

Die erfolgreiche Kooperation zwischen handwerklichen Betrieben und wissenschaftlichen Einrichtungen fördert der bundesweite Transferpreis schon seit 25 Jahren. Dem Wettbewerb liegt der Gedanke zugrunde, „Wissen mit beiderseitigem Nutzen von der Wissenschaft in die Wirtschaft zu übertragen“. Der Jury gehören namhafte Experten an – von Prof. Johann Löhn, Präsident der Steinbeis-Hochschule Berlin, bis zu Dr. Günter Hörcher vom Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung.

Als „verdiente Sieger“ bezeichnet hatte Dr. Thomas Willerding schon das Wecon-Team seinerzeit bei der Verleihung des „Innovationspreises 2015“ in Münster. Der Vertriebsdirektor der Westfälischen Provinzial lobte „die einzigartige und überaus erfolgreiche Idee“ in seiner Laudatio. Bewertungskriterien hier waren Neuigkeitsvorsprung, Marktfähigkeit, Anwendungsreife und wirtschaftliche Bedeutung. Auch damals befand die hochkarätig besetzte Jury in ihrem Urteil, den Lorbeerkranz des Wettbewerb-Gewinners gebühre Wecon, weil das familiengeführte Unternehmen für seine langfristige Investition in die Entwicklungsarbeit und trotz anderer starker Nominierter den Lohn einfahre für die intensive Arbeit nach dem im Firmen-Claim vorgegebenen Anspruch: „Driving forward.“

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Eingerahmte Gewinner: Von Repräsentanten aus der Jury und aus dem Zentralverband des Deutschen Handwerks in die Mitte genommen nahmen für die Wecon GmbH die Urkunden und die Trophäen des Seifriz-Preises entgegen der verantwortliche Konstrukteur Klaus Holz (3.v.l.), Alexia Fenollar als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin des Kooperationspartners RWTH Aachen (m.) und Geschäftsführer Daniel Hemker (5.v.l.). Foto: ZDH