Beitrag November 2015

LORBEERKRANZ FÜR DEN IMPERATOR – FRÜCHTE FORTSCHRITTLICHER FORSCHUNG

Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Die Bodenhöhe gegenüber marktüblichen Großraum-Wechselbehältern um mehr als ein Drittel reduziert, so dass der Mega-Container für weniger Fahrten, geringere Transportkosten bei gesenktem CO2-Ausstoß sorgt. Für ihre aus dem Forschungsprojekt „Tellisys“ hervorgegangenen Bauvarianten der Modellreihe „Imperator“ erhielt die Wecon GmbH jetzt den „Innovationspreis 2015“ in der Kategorie „Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft“. „Für die einzigartige und überaus erfolgreiche Idee ist Wecon ohne Frage der verdiente Sieger“, lobte Dr. Thomas Willerding, Vertriebsdirektor der Westfälischen Provinzial AG, in seiner Laudatio. Dem fortschrittlichen Familienunternehmen stand für die Entwicklungsarbeit seiner Konstrukteure mit Wissenschaftlern der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen nach dem Urteil der Jury der Lorbeerkranz des Wettbewerb-Gewinners trotz anderer starker Nominierter als Lohn für die Früchte der innovativen Arbeit am meisten zu.

„Der Preis würdigt den Einfallsreichtum unserer Konstrukteure, einem Großraum-Wechselbehälter von 45 Fuß Lange solche Stabilität mit extrem niedriger Bodengruppe zu verschaffen“, freute sich Franz-Josef Hemker (im Bild 4.v.l.) als Geschäftsführender Gesellschafter des spezialisierten Nutzfahrzeug-Herstellers aus Ascheberg bei Münster. Sein Unternehmen hat in drei Modellsparten insgesamt acht der modernen Großraum-Wechselbehälter mit geringem Gewicht und mehr Ladevolumen hervorgebracht, die Transportunternehmern und Industrie unter anderem bei der Beförderung in der Automobil-, Stahl- und Getränkebranche dienen. Vier neue Bauvarianten waren im März den Fach- und Wirtschaftsmedien am Firmensitz vorgestellt worden, zur internationalen Fachmesse „transport logistic“ fuhren ebenso viele „Imperator“-Modelle im Mai nach München. Der aktuelle Preis speziell belohnt den Einfallsreichtum der Mega-Container „Imperator Tellisys“ und „Imperator Automotive“.

„Die Wecon GmbH gibt ein gutes Beispiel, auf welchem Weg unser Wirtschaftsstandort seine Erfolgsgeschichte fortsetzen kann“, betont Dr. Jürgen Grüner als Geschäftsführer der regionalen Wirtschaftsförderung: „Mit Innovation und Kooperation.“ Genau dies berücksichtigen die Auswahlaspekten für die Auszeichnung, die seit mehr als 20 Jahren vom Förderverein Münsterland e.V. mit Sitz am Flughafen Münster/Osnabrück mit Sparkassen, Provinzial Versicherung und der RWE Deutschland AG vergeben wird. Zu den Bewertungskriterien zählen Neuigkeitsvorsprung, Marktfähigkeit, Anwendungsreife und wirtschaftliche Bedeutung. Aus 71 Bewerbungen waren zunächst 16 Nominierte ausgewählt worden, über die Juroren der kompetent besetzten Jury urteilten – neben Präsidenten von Hochschulen, Handwerks-, Industrie- und Handelskammern auch der Nobelpreisträger für Physik des Jahres 1987, Dr. sc. nat. Dr. h.c. mult. Johannes Georg Bednorz vom IBM Research Zürich.

Dass Wecon auch künftig innovative Neuerungen auf den Weg bringen wird, gehört zum Leistungsversprechen des Spezialisten für intermodale Transportlösungen auf Straße und Schiene. „Wir werden weiter gute Ideen entwickeln“, kündigte Franz-Josef Hemker bei der Preisverleihung weitere Fortschritte für den kombinierten Verkehr an: „Innovationen wirken sich heute ganzheitlich positiv im Fuhrpark aus.“ Effizient, kostengünstig und umweltschonend – der Kundennutzen in der Logistik müsse stets spürbar sein bei neuen Produkten. Getreu dem Wecon-Slogan „Driving forward“ diene der technische Fortschritt in der Imperator-Modellreihe der intelligenten Logistik, dem bewussten Sparen und dem besseren Umweltschutz.

Die weiterentwickelten Wechselaufbauten fußen auf der erfolgreichen Wecon-Baureihe, die seit Jahren auf Straßen und Schienen unterwegs ist. Die innovativen Produktvarianten mit maximaler Innenhöhe entstanden aus dem Forschungsprojekt „Tellisys“ als Gesamtsystem inklusive niedrigem Containerchassis. Wecon war maßgeblich an der Entwicklungsarbeit beteiligt, die auf das Knowhow diverser Partner zurückgeht, darunter RWTH-Forscher. Die Ursprungsidee verfolgte das Ziel, durch einen Mega-Container mit einem Laderaum von 100 Kubikmetern eine wettbewerbsfähige intermodale Ladeeinheit zum Mega-Trailer zu entwickeln. Im mehrjährigen Gemeinschaftsprojekt wurde die Idee erfolgreich fortentwickelt.