INNOVATIVE IMPERATOR-FAMILIE WECKT INTERESSE DER FACHÖFFENTLICHKEIT

Zahlreiche Journalisten aus den Redaktionen bundesweiter Fachmedien und regionaler Verlagshäuser folgten der Einladung der Wecon GmbH zur Pressekonferenz am Firmensitz ins westfälische Ascheberg. Ihr Interesse weckten die Forschungs- und Entwicklungsergebnisse der Ingenieure aus der Konstruktionsabteilung der Qualitätsschmiede nahe Münster. Gleich vier neue Bauvarianten seiner Modellmarke „Imperator“ präsentierte der auf den kombinierten Verkehr spezialisierte Nutzfahrzeug-Hersteller.

Die modernen Großraum-Wechselbehälter mit geringem Gewicht und mit mehr Ladevolumen sollen Transportunternehmer dabei unterstützen, unter anderem kostengünstig, effizient und mit niedrigem CO2-Ausstoß zu fahren. Die weiterentwickelten Wechselaufbauten fußen auf der erfolgreichen Wecon-Baureihe, die seit Jahren auf Straßen und Schienen unterwegs ist. Die innovativen Produktvarianten mit maximaler Innenhöhe entstanden aus dem Forschungsprojekt „Tellisys“ als Gesamtsystem inklusive niedrigem Containerchassis. Wecon war maßgeblich an der Entwicklungsarbeit beteiligt, die auf das Know-how diverser Partner zurückgeht, darunter Forscher der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen.

„Innovative Transportlösungen für den Fuhrpark wirken sich heute ganzheitlich in mehrfacher Hinsicht positiv aus. Der technische Fortschritt in unserer Imperator-Modellreihe dient der grünen Logistik, spart Kosten und erhöht die Effizienz, fördert clevere Beförderungswege und kompensiert sogar einen Mangel an Lkw-Fahrern“, sagte Wecon-Geschäftsführer Franz-Josef Hemker in der Pressekonferenz zur Präsentation am Firmensitz im Münsterland. Er äußerte sich stolz über den Einfallsreichtum seiner Konstrukteure und der beteiligten Partner. Denn von den Neuerungen profitierten Spediteure, ihre Auftraggeber aus der Industrie und die Umwelt gleichsam.

Klaus Holz als verantwortlicher Wecon-Konstrukteur nannte als besondere Herausforderungen die extrem niedrigen Bodengruppen mit bis zu enorm geringen 180 Millimetern Bauhöhe. Solchen Großraum-Wechselbehältern trotz ihrer Länge von 45 Fuß gleichwohl Stabilität zu verschaffen, gleiche schon einer Ingenieurskunst. „Es spricht für den Imperator, nach strenger Abnahme auch für den Eisenbahnverkehr zugelassen zu sein, unbeladen zweifach stapelbar gelagert werden zu können und mit manuell auf 300 Millimeter Hub zu öffnendem Dach für noch mehr Platz bei der Be- und Entladung zu stehen.“

Aus den drei Modellsparten der Wecon Großraum-Wechselbehälter der Produktmarke „Imperator“ präsentierte der Hersteller vier Modellvarianten:

► den Imperator „Classic“ in der Produktvariante für die Getränkeindustrie (Imperator Classic Beverage) speziell für den Transport von palettierten Getränkekisten sowie Fassware mit einem Platzangebot für 34 Europaletten.

► den Imperator „Coil Carrier“ in der 40-Fuß-Ausführung zum Transport von Stahlcoils. Auch diese Bauvariante ist für Stückgut- und Getränketransporte geeignet mit Platz für 29 Europaletten. Die Coilmulde misst 8,5 Meter in der Länge, die Nutzlast beträgt 30 Tonnen.

► den Imperator „T-Clan Automotive“, der als technische Ableitung aus dem Forschungsprojekt „Tellisys“ über eine durchgehend nutzbare Innenhöhe von 2.970 mm bei einer Außenhöhe von 3.200 mm verfügt. Der Transport von drei gestapelten Gitterboxen pro Platz ist damit möglich und entspricht den Anforderungen der Automobilindustrie für gängige Ladungsträger. Ladekapazität: 34 Europaletten auf einer komfortablen Innenbreite von 2.480 mm auch zwischen den Rungen.

► den Imperator „T-Clan Prototype“, der als Ergebnis des Forschungsprojektes „Tellisys“ mit einseitig fester Wand und isoliertem Dachpaneel ausgestattet ist. Die linke Seite in Fahrtrichtung ist mit einem cleveren, an jeder Stelle arretierbaren Schiebewandsystem ausgerüstet; in Kombination mit dem Hubdach lässt dies ein volles Ausnutzen der 2.940 mm Innenhöhe zu. Drei gestapelte Gitterboxen pro Platz sind so ohne Einschränkung zu transportieren. Mit der nur 180 mm hohen Bodengruppe bringt es dieser T-Clan auf eine Außenhöhe von 3.160 mm mit Kodifizierung C71.

► das zugehörige Chassis mit 850 mm Aufsattelhöhe und geringem Eigengewicht.

Über Einzelheiten informierten sich die teilnehmenden (Fach-)Medienexperten vor allem auch im praktischen Teil der Präsentation auf dem Außengelände des Unternehmens, wo die Exponate ausgestellt waren. Technische Details sind dieser Pressemitteilung anhand der einzelnen Produktblätter zu den vier Fahrzeugen zu entnehmen.

Zur Ursprungsidee der anfangs auch „TelliBox“ genannten Speziallösung äußerte sich der ebenfalls maßgeblich beteiligte Heiko Sennewald, der seit vielen Jahren als Unternehmensberater für intermodale Verkehre sachkundig unterwegs ist: „Es ging darum, durch einen Mega-Container mit einem Laderaum von 100 Kubikmetern eine wettbewerbsfähige intermodale Ladeeinheit zum Mega-Trailer zu entwickeln. Meine Projektskizze habe ich im Jahr 2005 der RWTH Aachen übermittelt und nach Zustimmung durch das Konsortium bei der EU zur Kofinanzierung eingereicht und als förderwürdig eingestuft.“ Das Gemeinschaftsprojekt sei zwischen Februar 2007 und März 2010 erfolgreich fortentwickelt worden. Aus der TelliBox sollte dann ein neu geformtes Konsortium ein marktfähiges Produkt hervorbringen, wozu die EU die Finanzierung zur modular aufgebauten MegaBox-Familie übernahm. Das Nachfolgeprojekt TellySys umfasse eine Laufzeit von Dezember 2012 bis November 2015.